Was passiert beim Spülen? – Aerosole in der Toilette erklärt
Beim Spülen passiert mehr, als man auf den ersten Blick erahnt: Während des Spülvorgangs entstehen mit hohem Druck feinste Wassertöpfchen, sogenannte Aerosole. Diese enthalten alles, was vorher in der Toilette war: Bakterien, Viren und andere Mikroorganismen. Laut aktuellen Studien werden diese Mikrotöpfchen von der Spülung bis zu 1,5 Meter hoch in die Luft geschleudert – und verteilen sich im Raum, oft sogar über mehrere Meter hinweg. Das bedeutet: Nicht nur unmittelbar angrenzende Flächen, sondern auch weiter entfernte Bereiche wie Handläufe, Türklinken oder sogar Waschbecken können mit Keimen belastet werden. Klingt nach einem guten Grund, den Klodeckel vor dem Spülen zu schließen, oder?
Besonders in stark frequentierten Sanitärbereichen wie Büros, Schulen, Pflegeeinrichtungen oder Gastronomiebetrieben ist eine offene Spülung ein unterschätzter Faktor für die Ausbreitung von Infektionskrankheiten.



